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Welche Führerscheine sind 2026 nicht mehr gültig?

Autor

Anna-Marie Wagner

Veröffentlicht

Hast du deinen Führerschein zwischen 1999 und 2001 als Scheckkarte erhalten? Dann solltest du jetzt genauer hinschauen: Diese Dokumente haben in Deutschland am 20. Januar 2026 ihre Gültigkeit verloren. Wer die Frist verpasst hat, steht bei Kontrollen, beim Mietwagen oder im Carsharing plötzlich ohne gültigen Nachweis da.

Damit du vorbereitet bist, erfährst du hier kompakt und verständlich:

  • welche Führerscheine 2026 betroffen sind
  • wie du dein Ausstellungsdatum schnell prüfst
  • wie der Umtausch abläuft
  • was sich durch neue EU-Regeln ändert

Wer ist 2026 vom Führerschein-Umtausch betroffen?

Konkret geht es um Scheckkartenführerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001. Diese mussten bis spätestens den 19. Januar 2026 umgetauscht werden.

Wenn du nach diesem Datum noch mit dem alten Dokument unterwegs bist, gilt dein Führerschein als formell ungültig – auch wenn deine Fahrerlaubnis weiterhin besteht.

Diese Führerscheine sind davon betroffen: Scheckkartenführerscheine mit Ausstellungsdatum 01.01.1999 bis 31.12.2001

Nicht betroffen im Jahr 2026 sind:

  • Papierführerscheine (grau oder rosa). Diese sind bis 2033 gültig.
  • Scheckkartenführerscheine ab 2002. Hierfür gibt es spätere Umtauschtermine, über die wir dich informieren werden.

Das genaue Ausstellungsdatum findest du auf der Rückseite im Feld „4a“.

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Welche Fristen gelten aktuell? Die Übersicht

So prüfst du in zwei Minuten, ob du deinen Führerschein tauschen musst

Um zu schauen, ob dein Führerschein nicht mehr gültig ist, brauchst du nur wenige Sekunden. Und so gehst du vor:

  1. Nimm deinen Führerschein zur Hand.
  2. Drehe ihn auf die Rückseite.
  3. Suche das Feld 4a (Ausstellungsdatum).
  4. Liegt das Datum zwischen 1999 und 2001, war ein Umtausch bis Januar 2026 nötig.

Plane den Termin nicht zu spät. Erfahrungsgemäß werden die Behörden kurz vor Ablauf stark ausgelastet sein.

So läuft der Führerschein-Umtausch ab

Der Umtausch ist unkompliziert und ohne neue Prüfung möglich. Du beantragst lediglich ein neues Dokument im aktuellen EU-Format.

In der Regel brauchst du:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • biometrisches Passfoto
  • deinen bisherigen Führerschein
  • Gebühr von etwa 30–40 €

Nach der Beantragung erhältst du den neuen Kartenführerschein per Post oder zur Abholung. Deine Fahrerlaubnis bleibt vollständig erhalten – es wird nur das Dokument erneuert.

Der neue EU-Führerschein ist dann 15 Jahre gültig.

Was passiert, wenn du die Frist verpasst hast?

Wer nach dem Stichtag noch mit dem alten Dokument fährt, muss mit Problemen rechnen. Zwar erlischt die Fahrerlaubnis nicht, aber der Nachweis ist ungültig.

Mögliche Folgen:

  • Verwarnungsgeld bei Polizeikontrollen (derzeit 10 €)
  • Probleme bei Mietwagen und Carsharing
  • Schwierigkeiten bei Fahrten ins Ausland
  • Risiken für Unternehmen bei Führerscheinkontrollen von Mitarbeitern

Gerade außerhalb Deutschlands können die Sanktionen deutlich strenger ausfallen.

Was gilt für neue EU-Führerscheine?

Mit dem neuen Dokument gelten einheitliche Laufzeiten:

  • Pkw und Motorrad (Klassen A, B): 15 Jahre gültig
  • Lkw und Bus (C, D): 5 Jahre gültig
  • keine neue Fahrprüfung nötig
  • kein Gesundheitscheck beim Standard-Umtausch

Ziel ist ein einheitliches, fälschungssicheres Dokument, das EU-weit problemlos anerkannt wird.

Was bringt die neue EU-Richtlinie ab 2026?

In den kommenden Jahren kommen zusätzliche Neuerungen hinzu. Die nächste EU-Führerscheinrichtlinie sieht unter anderem vor:

  • Einführung eines digitalen Führerscheins auf dem Smartphone
  • EU-weite Mindest-Probezeit von zwei Jahren
  • strengere Alkoholregeln für Fahranfänger
  • optionale kürzere Gültigkeit für ältere Fahrer je nach Land

Wichtig: Deine bestehenden Fahrerlaubnisklassen bleiben erhalten.

Für digitale Mobilitätsdienste wird der aktuelle Karten- oder Digitalführerschein künftig Standardvoraussetzung sein.

Jetzt prüfen, später entspannt fahren

Der Pflichtumtausch ist kein großer Aufwand – aber eine klare Fristsache. Wer sein Ausstellungsdatum jetzt prüft und rechtzeitig einen Termin bucht, vermeidet Stress, Bußgelder und Probleme bei Mobilitätsdiensten.

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